40 Jahre Nibelungen-Triathlon – und 40 Mal war die DRK Wasserwacht Niederrhein dabei. Was 1985 mit rund 100 Athletinnen und Athleten und einem einzigen Rettungsboot begann, ist heute eine der großen Triathlonveranstaltungen der Region. Bei der Jubiläumsausgabe gingen 1.739 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start.
Einer hat tatsächlich alle 40 Veranstaltungen miterlebt: Klaus Püttmann, Leiter der DRK Wasserwacht Niederrhein. Zum Jubiläum nutzte der TuS Xanten deshalb die Gelegenheit, sich bei der gesamten Wasserwacht für vier Jahrzehnte Unterstützung zu bedanken. Ringo Haupt, Abteilungsleiter Triathlon im TuS Xanten, überreichte stellvertretend an Klaus Püttmann und DRK-Präsident Jan Höpfner die Jubiläumsmedaille zum 40. Nibelungen-Triathlon sowie Rucksäcke – als Dank an alle Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler, die über die vergangenen vier Jahrzehnte für die Sicherheit der Teilnehmenden im Einsatz waren. Präsident Höpfner ist selbst in der Wasserwacht aktiv und kennt den Einsatz aus eigener Erfahrung: Bereits 1997 war er als Helfer beim Xantener Triathlon dabei.
Dabei begann die inzwischen vier Jahrzehnte lange Geschichte durchaus holprig. Zur ersten Veranstaltung rückte die Wasserwacht mit gerade einmal einem Rettungsboot an. Ausgerechnet dessen Motor wollte zunächst nicht anspringen.
Heute sieht die Absicherung auf dem Wasser ganz anders aus: Zwei Rettungsboote sowie vier Rettungsschwimmer auf Schwimmbrettern sichern die Schwimmstrecke ab. Insgesamt sind neun Einsatzkräfte der Wasserwacht im Einsatz. Hinzu kommen 14 weitere Sanitätshelferinnen und -helfer.
Blümchenbadekappen, Hollandräder und prominente Starter
In 40 Jahren sammelt sich einiges an Geschichten an. Klaus Püttmann erinnert sich beispielsweise an ein Teilnehmer-Ehepaar aus den Anfangsjahren, das den sportlichen Ehrgeiz offenbar etwas entspannter interpretierte: Geschwommen wurde mit Blümchenbadekappen, anschließend ging es auf mit Blumen geschmückten Hollandrädern weiter – Kaffee als Wegzehrung inklusive.
Doch auch bekannte Namen gingen im Laufe der Jahrzehnte in Xanten an den Start. Extremsportler Joey Kelly gehörte ebenso zu den Teilnehmern wie Patrick Lange und Faris Al-Sultan, als Ironman-Weltmeister auf Hawaii. Und egal, ob Freizeitsportler, ambitionierter Triathlet oder international erfolgreicher Profi: Sobald es ins Wasser ging, hatte die DRK Wasserwacht sie alle im Blick.
Nicht immer konnte allerdings geschwommen werden. Püttmann erinnert sich auch an eine Ausgabe, bei der aus dem Triathlon ein Duathlon werden musste: Wegen der Blaualgen im Wasser fiel die Schwimmdisziplin aus.
Für die Wasserwacht ist die Veranstaltung deshalb längst mehr als ein Termin im Einsatzkalender. Vier Jahrzehnte gemeinsamer Geschichte verbinden den TuS Xanten und das DRK – vom ersten Rettungsboot mit Startschwierigkeiten bis zur heutigen professionellen Absicherung einer Veranstaltung mit weit über 1.700 Teilnehmenden. Und Klaus Püttmann? Der kann nach 40 Ausgaben von sich behaupten: keinen einzigen Nibelungen-Triathlon verpasst.

