· Pressemitteilung

Bilanz nach Rosenmontag: DRK-Bereitschaften mit über 1.100 Einsatzstunden im Karneval

(c) DRK KV Niederrhein e. V.
Starke Sicherheitspartnerschaft beim Karneval: Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr und Polizei arbeiten eng zusammen und gewährleisten gemeinsam die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher.
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Gut vorbereitet für den Ernstfall: In den Unfallhilfsstellen am Rande der Karnevalszüge und Veranstaltungen bereiten die DRK-Einsatzkräfte ihre Materialien vor und überprüfen vor Beginn des Dienstes noch einmal sorgfältig die Ausstattung.
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Mitten im närrischen Treiben: Ein DRK-Einsatztrupp ist beim Karnevalszug im Einsatz und sorgt für schnelle Hilfe im Notfall.
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Ehrenamtlich im Einsatz am Zugweg: Die DRK-Helferinnen und -Helfer stehen mit Rettungsrucksack bereit, um den Karnevalszug medizinisch abzusichern und im Notfall schnell Hilfe zu leisten.

Mit dem Rosenmontag endet für die DRK-Bereitschaften im Kreisverband Niederrhein eine arbeitsreiche Karnevalszeit. Die Bilanz: 167 Ehrenamtliche, 1.144 Einsatzstunden und 66 Hilfeleistungen.

Mit dem Rosenmontag endete für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Wesel der Höhepunkt einer arbeitsreichen Karnevalssession. In einigen Städten wie Wesel war nach dem Zug noch lange nicht Schluss: Durch nachgelagerte Veranstaltungen zogen sich die Einsätze der DRK-Bereitschaften bis in die frühen Morgenstunden des Veilchendienstags. Insgesamt waren 167 Helferinnen und Helfer aus den Bereitschaften im DRK Kreisverband Niederrhein im Verlauf der Karnevalszeit im Einsatz und leisteten dabei 1.144 ehrenamtliche Einsatzstunden.

Während der Karnevalsveranstaltungen verzeichneten die Einsatzkräfte insgesamt 66 Hilfeleistungen. In 52 Fällen handelte es sich um leichte Verletzungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen, die direkt vor Ort versorgt werden konnten. Dazu zählten unter anderem kleinere Schnitt- und Schürfwunden, Kreislaufbeschwerden oder kleinere Blessuren – häufig genügte eine ambulante Behandlung mit Pflaster oder Verbandmaterial.

In 14 Fällen war eine intensivere medizinische Betreuung erforderlich. Hierzu gehörten unter anderem Frakturen nach Stürzen, eine Hüftverletzung sowie alkoholbedingte Ausfallerscheinungen, die eine weiterführende Versorgung notwendig machten. Zwei Patienten befanden sich in einem ernsteren gesundheitlichen Zustand. Dabei handelte es sich um eine ausgeprägte Kreislaufstörung sowie um den Verdacht auf eine Mischintoxikation durch Alkohol und weitere Substanzen. Vor allem am Rosenmontag stellte das wechselhafte Wetter mit Regen und niedrigen Temperaturen die Einsatzkräfte zusätzlich vor Herausforderungen. Insgesamt blieb das Einsatzgeschehen jedoch ruhig und gut beherrschbar. 

Die Einsätze der DRK-Bereitschaften erstreckten sich über mehrere Wochen. Die heiße Phase begann bereits am 31. Januar mit dem Kinderkarnevalszug in Budberg und umfasste zahlreiche Umzüge, Sitzungen und Karnevalsfeiern im gesamten Kreisgebiet. Viele Dienste dauerten bis spät in die Nacht oder erstreckten sich über mehrere Tage hinweg.

An den Einsätzen beteiligt waren die DRK Ortsvereine Alpen, Dingden, Kamp-Lintfort, Menzelen, Moers, Rheinberg und Wesel. Zur sanitätsdienstlichen Absicherung kamen unter anderem Rettungswagen, Krankentransportwagen, Mannschaftstransportfahrzeuge, Einsatzleitwagen, Logistikfahrzeuge sowie mobile Unfallhilfsstellen zum Einsatz. So konnte jederzeit eine schnelle medizinische Versorgung der Besucherinnen und Besucher sichergestellt werden.

Der Kreisbereitschaftsleiter des DRK Kreisverbandes Niederrhein, Oliver Rühl, zieht nach Abschluss der Karnevalseinsätze ein positives Fazit: „Diese Bilanz zeigt eindrucksvoll, was unsere Bereitschaften leisten. Über mehrere Wochen hinweg, oft bis tief in die Nacht, sorgen unsere Helferinnen und Helfer dafür, dass Karneval im Kreis Wesel sicher gefeiert werden kann. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich.“

Mit Blick auf die Zukunft weist Rühl auch auf den wachsenden Bedarf hin: „Die Aufgaben der Bereitschaften nehmen weiter zu. Um diese dauerhaft bewältigen zu können, sind wir auf weitere ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Jeder, der Interesse hat, ist bei uns herzlich willkommen.“

Mit dem Ende der Karnevalstage endet jedoch nicht die Arbeit: Das Deutsche Rote Kreuz leistet mit seinen Bereitschaften einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit bei Veranstaltungen und ist im Kreis Wesel ein verlässlicher Partner für Kommunen, Veranstalter und Bevölkerung.