· Pressemitteilung

„Mut kann Leben retten“- DRK Niederrhein bildet Mitarbeitende der Paradies GmbH in Erster Hilfe aus

(c) DRK KV Niederrhein e. V.
Erste Hilfe lebt vom Handeln: DRK-Ausbilder Gottfried Mainka (links) begleitet die Teilnehmenden der Paradies GmbH Schritt für Schritt durch praktische Übungen und zeigt, dass im Notfall nicht Perfektion zählt, sondern der Mut zu helfen.

Mut statt Perfektion: Elf Mitarbeitende der Paradies GmbH haben beim DRK Niederrhein gelernt, im Notfall nicht wegzuschauen, sondern zu handeln. Mit praxisnahen Übungen, persönlichen Erfahrungen und viel Einfühlungsvermögen nahm Ausbilder Gottfried Mainka den Teilnehmenden die Angst vor der Ersten Hilfe – und stärkte ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Denn oft ist der wichtigste Schritt ganz einfach: helfen.

„Ich hoffe, ich muss das nie anwenden.“ Diesen Satz hört DRK-Ausbilder Gottfried Mainka häufig zu Beginn eines Erste-Hilfe-Kurses. Acht Unterrichtsstunden später klingt es meist ganz anders: „Jetzt würde ich mir zutrauen zu helfen.“ Genau dieses Gefühl nahmen jetzt elf Mitarbeitende der Paradies GmbH aus Neukirchen-Vluyn nach ihrer Erste-Hilfe-Ausbildung beim DRK Niederrhein mit nach Hause. Nicht perfekte Handgriffe standen dabei im Mittelpunkt, sondern der Mut, im entscheidenden Moment überhaupt zu handeln.

Schon eine der ersten Übungen machte deutlich, worum es geht. Eine Person lag auf dem Boden, die anderen standen im Kreis um sie herum. Obwohl alle helfen wollten, machte zunächst niemand den ersten Schritt. Für die „verletzte“ Person fühlte sich das bedrückend an. Für die Umstehenden wurde spürbar, wie schnell Unsicherheit lähmen kann. Genau diese Hemmschwelle wollte Ausbilder Gottfried Mainka abbauen.

Statt trockener Theorie erzählte der erfahrene Ausbilder immer wieder persönliche Geschichten aus seinem Berufsalltag und griff Erfahrungen der Teilnehmenden auf. Manche berichteten von einem Verkehrsunfall, andere von einem medizinischen Notfall in der Familie oder von Situationen, in denen sie gerne geholfen hätten, sich aber nicht sicher genug fühlten. So entstand ein persönlicher Austausch, der zeigte: Erste Hilfe ist kein Schulfach – sie begegnet uns mitten im Leben.

Die praktischen Übungen bauten Schritt für Schritt aufeinander auf. Vom richtigen Ansprechen einer verletzten Person über den Notruf und die stabile Seitenlage bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung wurden die Teilnehmenden intuitiv und ohne Druck an die Maßnahmen herangeführt. Wunden wurden versorgt, Verbände angelegt und lebensrettende Handgriffe geübt. Immer wieder wurde ausprobiert, nachgefragt und gemeinsam gelacht. Mit jeder Übung wuchs das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

„Mein wichtigstes Ziel ist es, den Menschen die Angst vor der Ersten Hilfe zu nehmen. Ihr seid alle gut in Erster Hilfe. Habt Mut, den ersten Schritt zu machen. Niemand erwartet Perfektion – aber jeder Mensch verdient Hilfe. Erste Hilfe beginnt damit, dass jemand nicht wegschaut, sondern handelt. Alles Weitere lernen wir gemeinsam“, sagt DRK-Ausbilder Gottfried Mainka.

Neben Eigenschutz und dem Absichern von Unfallstellen standen unter anderem Wundversorgung, der Umgang mit Gelenkverletzungen und Knochenbrüchen, Verbrennungen, Hitze- und Kälteschäden, Verätzungen, Vergiftungen sowie lebensrettende Sofortmaßnahmen wie die stabile Seitenlage und die Wiederbelebung auf dem Programm.

Für die Paradies GmbH ist die Ausbildung weit mehr als die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung zur Vorhaltung betrieblicher Ersthelfender. Als Familienunternehmen sieht Paradies darin eine Investition in die Sicherheit und das Verantwortungsbewusstsein seiner Mitarbeitenden – denn wer im Betrieb helfen kann, hilft ebenso im privaten Umfeld, in der Familie, im Verein oder unterwegs.

Klaus Kremers, geschäftsführender Gesellschafter der Paradies GmbH, zog ein rundum positives Fazit: „Der Inhalt des Kurses wurde durch persönliche Geschichten des Kursleiters aus dem Alltag und anhand von praktischen Übungen aller Teilnehmer vermittelt. Diese Kombination sorgte dafür, dass alle Teilnehmer mit Interesse den Ausführungen jederzeit folgen konnten.“ Ebenso wichtig sei die regelmäßige Auffrischung des Wissens: „Obwohl der Abstand von zwei Jahren zum letzten Kurs lang erscheint, lässt sich doch sagen, dass sich der Inhalt selbst durch diese Wiederholung festigt – und dass die Erste Hilfe kein starres Konstrukt ist, sondern sich im Laufe der Zeit immer wieder wandelt und neuen Erkenntnissen anpasst.“

Das DRK Niederrhein bietet Erste-Hilfe-Ausbildungen sowohl für Einzelpersonen als auch als Inhouse-Schulungen direkt in Unternehmen an. Damit erfüllen Betriebe nicht nur ihre gesetzlichen Verpflichtungen, sondern schaffen einen echten Mehrwert für ihre Mitarbeitenden. Denn wer lernt, im Notfall ruhig zu bleiben und zu handeln, trägt dieses Wissen weit über den Arbeitsplatz hinaus – nach Hause, in die Familie und in den Alltag. Ganz im Sinne der wichtigsten Botschaft dieses Kurstages: Habt Mut. Helfen ist einfacher, als viele denken.

Kontakt für interessierte Unternehmen und Einzelpersonen:

breitenausbildung(at)drk-niederrhein(dot)de

Telefon: 0281 3001-41